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~ Wozu leben wir,
wenn nicht dazu,
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Ein Gedanke...

Wow! Endlich! Die Klausur habe ich hinter mir. Die allererste, um genau zu sein. Und nun muss ich ganze 4 Wochen auf mein Ergebnis warten! Fragen über Fragen, für die wir 3 Stunden Zeit bekamen. 3 Stunden! Solange schrieb ich letzten Sommer für meine Realschulabschlussprüfung. Und nun eine so umfassende Klausur nach nur einem Monat Ausbildung! Jedoch möchte ich mich nicht beschweren, mein Lehrer nennt es ja selbst "Kindergeburtstag". Denn was noch folgt, wird mich erst einmal richtig ins Schwitzen bringen. Wir wurden 2 Stunden früher entlassen und meinen Zug habe ich auch noch bekommen. Der Zug setzte sich in Bewegung. Schnell ließ ich mich an einem Fensterplatz nieder, schlatete meinen IPod ein und lauschte gedankenversunken dem Lied von Amy McDonald. Wie schnell uns die Zeit einholt... Gestern noch erst war ich Kind, und heute werde ich schon geSiezt und bin auf Geld angewiesen. Mein Lieblingsteddy verschwand auf dem Dachboden, verstaut in einer großen "Mülltüte", in der auch meine Lieblingspuppen Unterschlupf fanden. Früher steckte mich Mutti noch in ein rosa Kleidchen und flechtete mir links und rechts jeweils 2 Zöpfe, heute geben wir viel Geld für Markenklamotten und Friseurbesuche aus. Wir legen auf ganz andere Dinge wert und investieren Unmengen von Geld. Schnell vergessen wir, was es heißt, zu leben. Wir sehen nur noch das materielle, legen großen Wert auf Ansehen und gehen meist im Stress unter. Natürlich möchte ich das Shoppen nicht verwehren, ich selbst liebe die Tage, an denen man sich etwas Gutes gönnt, insbesondere dann, wenn man finanziell wirklich abgesichert ist und ein paar Groschen über hat. Dennoch sollte sich auch Zeit für ein Cafébesuch genommen werden, mit oder ohne Gesellschaft. Die Zeit ist nie zu schade für einen Spaziergang im Wald, eine längere Runde mit dem Hund oder mit einem selbstgepflückten Strauß Blumen nach Hause zu kommen. Aaron Antonovsky, ein bekannter Professor der Soziologie, beschäftigte sich im 2. Weltkrieg mit der Gesunderhaltung des Menschen. Er widmete sich der Frage: "Was macht einen Menschen krank?" In der Entwicklung stehend fertigte er ein Modell an, auf den er sich insbesondere auf die Generalisierten Widerstandsressourcen der Menschen bezog. In welchem Umfeld, in welcher Kultur wächst der Mensch rein? Wie ist er geprägt? Vom Charakter und vom Glauben? Vom materiellen Wohlstand? Den genetischen Verhältnissen? Der Mensch sammelt so seine Lebenserfahrungen. Manche wurden von den Eltern sehr streng geformt und lernten schon früh, sich zu benehmen und nicht mit den anderen Kindern im Dreck zu spielen, anderen wurde viel Freiheit des Ausprobierens gegönnt, wieder andere wuchsen ganz ohne Eltern auf und fanden Unterkunft bei anderen Familienmitgliedern wie z.B. den Großeltern. Ist der Mensch nun Stressoren ausgesetzt, entwickelt sich ein Spannungszustand. Hat man diesen erlernt zu bewältigen und den Stress mit Ablenkungen abzubauen, so ist der Mensch psychisch gesund, laut Antonovsky. Es entwickelt sich ein Kohärenzgefühl, das Gefühl der Handhabbarkeit und Verstehbarkeit. Ist nun aber der Mensch mit solchen Möglichkeiten, Stress abzubauen, nie in Berührung gekommen, so bleibt der Stresszustand erhalten und der Mensch wird krank. Sei es, wie es ist. Doch solange wir noch leben, sollten wir wirklich jeden Tag als ein Leben für sich nehmen und sich auch einmal für den großen Umweg zum Einkaufszentrum entscheiden- natürlich zu Fuß. Saskia.
29.8.09 12:14
 
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